Zusammengestellt von Georg Detsch nach Unterlagen des Vereins-Archivs

 

So hat’s begonnen


Im Jahr 1934 ist in einer Beilage der Saarbrücker Zeitung (Licht und Schatten) von Fotografen aus Homburg die Rede. Ein Fotowettbewerb der Saarbrücker Zeitung (weiterhin SZ) brachte dem späteren Vorsitzenden der Fotofreunde Homburg, Thomas Feth, einen 2.Platz und ein Buchpräsent.

Am 1. April 1955 haben sich einige engagierte und motivierte Amateur-Fotografen zusammen-gefunden, um die Homburger Fotofreunde zu gründen. Der Verein wurde von Thomas Feth geleitet, Schriftführer und Kassierer war Alfons Meiser.

Der Verein wollte seinen Mitgliedern den Weg von der „Knipserei“ zum künstlerisch wertvollen Bild zeigen. Viele Preise und Diplome der Mitglieder wurden in der Folgezeit auf Wettbewerben und Ausstellungen errungen.

An die Öffentlichkeit getreten ist der Verein erstmals 1957 mit einer Ausstellung chinesischer Fotokünstler aus Hongkong. Dies im Rahmen der 400-Jahrfeier der Stadt Homburg im Jahr 1958.

Die Stadt Homburg hatte anlässlich dieses Jubiläumsjahres einen eigenen Fotowettbewerb ausgeschrieben. „Homburg im Bild“

Die Entscheidung der Jury wurde unter Vorsitz von Prof. Dr. Otto Steinert getroffen. 28 Teilnehmer hatten 138 Aufnahmen eingereicht; die Fotofreunde Homburg waren gut vertreten und hatten auch viele Geldpreise gewonnen.

Der Beitritt der „Fotofreunde Homburg“ zum „Verband Deutscher Amateurfotografen-Vereine“ wurde 1959 vollzogen, wobei der Verein damals aus 10 Mitgliedern bestand.

Durch die guten Kontakte zu den Fotografen der „Sezession Zweibrücker Lichtbildfreunde“ wurde in Teamarbeit die Landesfotoausstellung 1971 durchgeführt. Von den über 500 eingereichten Bildern wurden von der Jury 223 Werke ausgewählt. Keine leichte Arbeit für die Juroren, Harald Mante, Veronika von Dyckerhoff und Bernhard Ebert. Die anschließende Ausstellung der Bilder fand im Siebenpfeiffer-Haus statt.

Viel Lob für die Durchführung dieser Veranstaltung erhielten die Vorsitzenden der beiden Fotovereine Thomas Feth (Homburg) und Lothar Schmitt (Zweibrücken) vom Landesverbandsvorsitzenden Herrn Jost und vom Bürgermeister Herrn Kuhn. Selbst der Vizepräsident des VDAV, Emil Schätzler, sprach vom Fotografieren als einer Oase in einer Zeit der Unruhe und Hektik. Es biete die Möglichkeit des Zwiegespräches mit sich selbst, um das Erlebnis nachzuempfinden. Das Miterleben aufgeschlossener Betrachter nannte er ein Therapeutikum. Bilder sollten allerdings nicht nur schön sein, sondern auch herausfordernd, interessant und hintergründig.

 

Und so ging’s weiter

In den ersten Jahren der Clubgeschichte nahm das Studium von Fachliteratur einen breiten Raum ein, und fundiertes fotografisches Wissen stand bei den Mitgliedern stets hoch im Kurs. Gemeinsam wurden Vorträge über fotografische Techniken besucht, ausgearbeitet und gehalten. Gleichzeitig wurde mit fast wissenschaftlicher Akribie an der Verbesserung der eigenen fotografischen Fähigkeit gearbeitet. Wochen und Monate beschäftigten sich die Clubmitglieder mit einem einzigen Thema und probierten dabei alle erdenklichen Möglichkeiten des kreativen Einsatzes von Blende und/oder Verschlusszeit aus.

Gleichzeitig war man bemüht, neben der Fototechnik auch die fotografischen Inhalte möglichst umfassend zu behandeln. So wurde es normal, ein bestimmtes Thema zum Schwerpunkt der Arbeit zu erklären und sich ein Jahr lang damit auseinanderzusetzen. Ging es etwa um People-Fotografie, dann wurden seelische Momente ebenso im Bild festgehalten wie das dekorative Schönportrait oder das Menschenbild im heimischen Umfeld. Dieses erworbene technische Wissen und die fundierte fotografische Betrachtensweise bescherten den Mitgliedern und dem Club zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei Landes-, Bundes- und internationalen Wettbewerben.

 

Die Jahre 1973 bis 1995

Mit einer sehenswerten Ausstellung treten der Fotoclub Homburg- und die Sezession der Zweibrücker Lichtbildfreunde im Oktober 1973 an die Öffentlichkeit. Über großes Interesse und lobende Anerkennung der 120 ausgestellten Werke konnten sich die Aussteller freuen. Ausstellungssort war die Schalterhalle der Kreissparkasse Homburg.

Im November 1973 erfolgt der offizielle Zusammenschluss der beiden Fotoclubs. Die bisherigen Vorsitzenden Thomas Feth (Homburg) und Lothar Schmitt (Zweibrücken) legten formal ihre Ämter nieder und die Sezession Zweibrücker Lichtbildner schließen sich einstimmig den Fotofreunden Homburg an. In der anschließenden Neuwahl der Vorstandschaft werden Norbert Weber zum ersten Vorsitzenden, Lothar Schmitt zum zweiten Vorsitzenden und Hans Roth zum Kassierer gewählt.

Ab hier gibt es die „Fotofreunde Homburg-Zweibrücken“

Die Landesdiaschau 1976 wird zum ersten Mal in Homburg, ausgerichtet Die Veranstaltung fand im Mannlich-Gymnasium statt.

Bei der Landesfotoschau 1977 in Völklingen sind die Fotofreunde Homburg-Zweibrücken sehr erfolgreich und erzielen mit insgesamt 26 angenommenen Werken den zweiten Platz im Clubvergleich der 10 saarländischen Fotoclubs. Norbert Weber erhält für insgesamt 16 Annahmen die „Wilhelm-Tute-Gedächtnismedaille“, die zum Gedenken an den verstorbenen international anerkannten VDAV-Fotografen aus dem Saarland für hervorragende Leistung vergeben wurde.

Die Fotofreunde Homburg-Zweibrücken sind auch bei der Landesdiaschau 1978 wiederum sehr erfolgreich. Für die höchste Zahl angenommener Dias wurde ihnen der Ehrenpreis der Stadt Saarbrücken zuerkannt. Vier Urkunden für hervorragende fotografische Leistungen unterstreichen zusätzlich die hohe Leistungsdichte im Verein.

Im gleichen Jahr hatte der Landesverband Deutscher Amateurfotografen-Vereine zum Thema „Menschenbild“ eingeladen. Referent war der 1. Vorsitzender der Fotofreunde Homburg-Zweibrücken, Norbert Weber.

Die Erfolge setzten sich fort: Landesfotoschau 1979, von 930 Einsendungen waren allein 150 Fotos von den Fotofreunden Homburg-Zweibrücken und davon 51 Annahmen. Die intensiven Arbeiten sowie die konsequenten zielstrebigen Bemühungen des 1. Vorsitzenden Norbert Weber bewirkten diese großartigen Erfolge.

1980 werden die Fotofreunde bei der Landesdiaschau erfolgreichster Fotoclub. Auszeichnungen im Internationalen Jugendfotowettbewerb; die Beteiligung an den Jugendkulturtagen im Saarpfalz-Kreis und die Auszeichnung mit dem Wanderpreis „Friedrichsthaler Glaspfeifenbecher“ sind weitere Höhepunkte.  Norbert Weber erhält den vom Weltverband für Fotografie anerkannten Titel eines Künstlers bzw. Meisters der Fotografie AFIAP.

1981 werden bei verschiedenen fotografischen Wettbewerben Preise und Anerkennungen errungen, und bei der Landesfotoschau gehen die Fotofreunde zum 4. Mal in ununterbrochener Reihenfolge als bester Verein hervor. Auch in den Folgejahren sind die Fotofreunde bei Landeswettbewerben immer auf den vorderen Plätzen vertreten.

Durch Eduard Warnecke, Mitglied bei den Fotofreunden und Partnerschafts-Beauftragter der Stadt Homburg, wurde 1985 die Möglichkeit gegeben, an den Amateurfilm-Festivals in La Baule, der Partnerstadt von Homburg, teilzunehmen. Bei diesem jährlich stattfindenden Festival waren auch immer Fotoausstellungen angesagt und da waren stets einige Fotofreunde sehr erfolgreich:

  • 1985: –Kurt Daßbach, bestes Einzelbild –Siegerpokal,
  • 1986: 16 Fotos (s/w und color) – Dr. Gerhard Grimm, 1. Preis für künstlerische Qualität,
  • 1987: 15 Fotos (s/w und color) – Kurt Daßbach, bestes Foto mit dem höchsten künstl. Wert,
  • 1988: Ehrendiplom und Medaille für Gesamtheit der Qualität der ausgestellten Bilder,
  • 1989: 18 Fotos in der Ausscheidung angenommen, Peter Zorn bestes Einzelbild,
  • 1991: 12 Fotos in der 3.Ausstellung „Images Passion“, K. Daßbach beste Bild-Serie,
  • 1992: vierte Fotoausstellung „Kunst in der Fotografie“ Georg Detsch (Akt-Serie) und Hans-  Jürgen Leyes erringen Preise.

 

Mit dem Fotoclub „La Baule Images“ wurden Gegenbesuche und gemeinsame Ausstellungen der beiden Fotogruppen gestartet. Auch mit der Fotogruppe aus Ilmenau, Homburgs zweiter Partnerstadt, wurden Kontakte geknüpft und eine Ausstellung organisiert.

Ein besonderes Ereignis war der Gewinn der Meisterschaft 1990 der „Gesellschaft Deutscher Tierfotografen“ durch Lothar Martinez; er wurde „Naturfotograf des Jahres“.

Intensives Arbeiten und Bildbesprechungen, insbesondere vor den anstehenden Landes- und Bundeswettbewerben waren stets bei den Clubabenden angesagt. Das Spektrum der Aufnahmen ist sehr vielschichtig. Da sind die stilvollen Naturfotos, die viel Geduld erfordern, da sind die kontrastreichen Industrieaufnahmen von Hütten und Kohlekraftwerken und da sind die Action- und Sportbilder, die selbst eine Veröffentlichung als Fotoreportagen wert wären.

In den Folgejahren wurde immer durch Vorträge und eigenveranstaltete, interne Wettbewerbe die Bildtechnik sowie die Bildgestaltung besprochen und geübt. Angeregt, hauptsächlich von den Mitgliedern Kurt Daßbach, Lothar Schmitt und Norbert Weber. In kleineren Gruppen waren Fotofreunde zusammengekommen und haben ein Thema durchgearbeitet und dann präsentiert.

Einige Fotofreunde haben auch eigene Ausstellungen veranstaltet, so Joachim Schmitt an verschiedenen Stellen, Norbert Weber in der Sparkasse und in der Kulturhalle Waldmohr, in Pirmasens und Dudweiler, Georg Detsch bei Michelin und Hans-Jürgen Leyes im „Alt Erbach“.

Viele Auszeichnungen, bei Bundes-Landes und Städtewettbewerben, konnten über lange Jahre, für die Fotofreunde verbucht werden.

 

Die Jahre 1994 bis 2015

Nach über 20 Jahren erfolgreicher Clubarbeit hat Norbert Weber seinen Rücktritt erklärt. Raimund Thul, langjähriges Mitglied bei den Fotofreunden, wurde einstimmig für die Nachfolge bestimmt. Gleichzeitig wurde auch Reiner Fuchs zum Kassierer und Nachfolger von Lothar Schmitt gewählt.

Die Fotobörse in Bexbach gab, ab dem Jahr 1994 bis 2007, den Fotofreunden die Möglichkeit, Besuchern und Interessierten Hilfestellung für fotografische Probleme zu geben. So wurden Bildbesprechungen an den ausgestellten Bildern durchgeführt, fototechnische Probleme erörtert oder die Besucher konnten sich an den angebotenen Workshops mit eigenem Gerät beteiligen. Leider kam diese Art der Präsentation der Fotofreunde, nach einigen Jahren, wegen Einstellung der Fotobörse, zum Erliegen.

1995, am 22.März, verstarb Kurt Daßbach. Die Fotofreunde verloren mit ihm einen großherzigen Freund und begeisterungsfähigen Kollegen, der allen immer in vielfältiger Weise Mentor und Vorbild war. Bei den Fotofreunden sowie im Landesverband hinterlässt sein Tod eine schmerzliche Lücke. Unzählige Ehrungen und Auszeichnungen wurden Herrn Daßbach für sein fotografisches Wirken zuteil. Seine Ausstellung über die „Börsborner Eiche“ (Muhleiche), der wohl dicksten Eiche in der Pfalz, konnte er leider nicht mehr miterleben. Die Fotofreunde Homburg-Zweibrücken übernahmen hier die Aufbauarbeiten der Ausstellung und Norbert Weber ließ in seiner Laudatio zur Ausstellungseröffnung nochmals das Wirken von Kurt Daßbach Revue passieren.

An verschiedenen Fotowettbewerben wie Landes-, Bundes- Foto- oder Diaschauen beteiligen sich weiterhin eine große Zahl von Fotofreunden und sammeln Urkunden, Medaillen und sonstige Ehrungen. Auch bei Kalenderwettbewerben waren die Fotofreunde oft vertreten. Clubeigene Ausstellungen wurden öfter durchgeführt und einzelne Clubmitglieder machten mit eigenen Ausstellungen ihrer Werke auf sich aufmerksam.

Die Treffen der Fotofreunde, ursprünglich im Vereinslokal „Cafe Spaniol“, dann im Nebenzimmer im Ausflugslokal „Zum Rabenhorst“ und, danach im Nebenzimmer der „Jahnhütte“, finden ab November 1998 im Kellergeschoss der Paul Weber-Schule (BBZ Homburg) statt. Als Gegenleistung für das Gastrecht in der Schule, können die Mitglieder der Schul-Foto-AG den Raum mitbenützen. Eine ideale Basis für den Fortbestand dieser AG an der Paul-Weber-Schule. Zudem statten die Fotofreunde die Flure des Schulgebäudes mit Bildern aus. Zusammen mit der Foto-AG der Schüler haben die Fotofreunde hier die Möglichkeit in einer Galerie ihre Bilder auch einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Bei der Vernissage der ersten Ausstellung dankte der Vorsitzende der Fotofreunde, Raimund Thul, der Schule und dem Saarpfalzkreis für die gute Zusammenarbeit.

Mit dem Umzug in das Schulgebäude wurden die regelmäßigen Clubabende durch die Schulferien unterbrochen. Diese Ausfälle wurden mehrfach mit Clubexkursionen ausgefüllt, sogenannten Ferienaktivitäten. Es werden Industrieanlagen besucht, im Schmetterlingspark fotografiert, andere Städte zum Fotografieren besucht, Stadtrundgänge mit Themenvorgaben ausgeführt und vieles mehr.

Im September 2000 unternahmen die Fotofreunde eine gemeinsame 8-tägige Reise in die Toskana, und hier konnten sich die Landschaftsfotografen so richtig austoben. Die Ergebnisse waren in späteren Ausstellungen immer wieder zu sehen.

Aus ungewohntem Blickwinkel wurde „Gewohntes“ aufgenommen und „Neues“ trat zu Tage. Vier Mitglieder der Fotofreunde Homburg-Zweibrücken präsentieren 2002 ihre Bilder von und aus zwei Homburger Kirchen. Zwei Kirchen überragen die Homburger Innenstadt: St. Michael, das Gotteshaus der Katholiken, und die evangelische Stadtkirche. Und wer glaubt, diese Kirchen zu kennen, von außen wie von innen, ein Trugschluss, wie die im Siebenpfeiffer-Haus eröffnete Fotoausstellung „Ansichten – Einsichten“ beweist. Der Ökumene-Ausschuss präsentiert Werke von vier Mitgliedern der Fotofreunde Homburg-Zweibrücken. Georg Detsch, Rainer Fuchs, Hans Jürgen Leyes und Norbert Weber haben die Kirchen so fotografiert, dass aus vermeintlich Bekanntem mit ungewohntem Blickwinkel überraschend Neues zu Tage tritt. „Hier haben vier Charaktere die beiden Kirchen auf sehr unterschiedliche Art und Weise fotografiert, so dass selbst regelmäßige Kirchgänger ganz neue Eindrücke bekommen“, erklärte der Vorsitzende der Fotofreunde, Raimund Thul, anlässlich der Ausstellungseröffnung.

Mit dem Einzug der digitalen Fotografie, auch bei den Fotofreunden, musste man sich neu organisieren. Der alte Dia-Projektor hatte ausgedient. Es wurde ein Computer angeschafft, um mit dessen Unterstützung Bilddateien aufzuzeigen und Bilder zu bearbeiten. Auch ein Beamer wurde erworben, um die Bilddateien zukünftig über diesen auf eine große Leinwand zu projezieren.

Mit diesen Geräten ergab sich dann, dass von Clubmitgliedern für Clubmitglieder die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung weitervermittelt werden konnten. Nicht alle Clubmitglieder waren von Anfang dabei, die digitalisierte Fotografie hat sich aber doch ziemlich schnell entwickelt. Die analoge Fotografie gibt es bei den Fotofreunden nicht mehr.

Die „Classic Photography2006“, eine Vortrags- und Forenreihe mit dem Motto „rein subjektiv”, die auf Einladung des Saarpfalz- Kreises in Homburg stattfand, wurde parallel von mehreren Fotoausstellungen begleitet. So konnten sich auch die Fotofreunde mit einer eigenen Clubausstellung vorstellen. Die ursprünglich für das Forum geplante Präsentation musste kurzfristig ins Café am Markt in Homburg verlegt werden. Bei der Ausstellungseröffnung zeigte sich jedoch, dass dies eine gute Entscheidung war.

„Dem perfekten Bild auf der Spur“ betitelt die Saarbrücker Zeitung 9/2006 eine Clubausstellung.

„Die Fotofreunde sind permanent auf der Suche nach schönen Motiven, nach dem perfekten Bild. Sie verstehen sich nicht als elitärer Club von Experten, ihnen geht es darum, ihr Wissen mit Gleichgesinnten auszutauschen.“

Im November 2006 starten die Fotofreunde Homburg-Zweibrücken mit einer eigenen Homepage ins Internet. Unter der Adresse www.fotofreunde-homzw.de können sich Fotobegeisterte über das rege Vereinsleben informieren und die Fotogalerien der Mitglieder ansehen.

Mit dem Auftritt sind vielfältige Aktivitäten verbunden. Auf Anregung von Gerhard Eisinger waren Küchenutensilien die Objekte, die jeder Fotofreund ins rechte Bild setzte.

„Pasta am Spaghettilöffel“, mit diesem Thema wurde in der Vereinsgeschichte erstmalig ein interner Wettbewerb gestartet, der sich über ein Jahr erstreckte. Das Thema war eng gesteckt: Drei Küchenutensilien, Knoblauchpresse, Spaghettilöffel und Spülbürste waren als Motive auserkoren. Bei jedem Clubtreffen wurden die Utensilien ans nächste Clubmitglied weitergegeben. Während der Laufzeit des Wettbewerbs wurden keine Ergebnisse diskutiert. Im Januar 2007 wurden dann die Arbeiten, 5 Werke je Autor, vorgestellt. Aus dieser Bildbesprechung heraus entschied sich dann jeder Teilnehmer für eines seiner Werke, das er in den Wettbewerb einbringen wollte. Nicht der Konkurrenzgedanke stand hier im Vordergrund, sondern das Umsetzen von Ideen und Sichtweisen von anderen Mitgliedern zu lernen und so seinen Horizont zu erweitern.

Die seit 2006 vom Club unter der Leitung von Rainer Fuchs organisierten Fahrten zur „Photokina –Köln“ waren immer ausgebuchte Veranstaltungen.

Der Austausch von Bildern mit anderen Fotoclubs zum gegenseitigen Jurieren brachte immer neue Erkenntnisse und aus der Sichtweise anderer Fotografen konnte man schließlich auch viel lernen.

Weitere Einzelausstellungen der Clubmitglieder sind immer wieder zu sehen. Die Fotofreunde stellen sich bei einer Clubausstellung im „Pro Seniore“ am Steinhübel vor. Auch wurden neue interne Wettbewerbe angeregt und ausgeführt: Technik – Gesichter – Naturstrukturen.

Im März 2008 starten erstmalig die „Pirmasenser Fototage“ bei denen die Fotofreunde aktiv als Aussteller mitwirken. In den Folgejahren waren immer die Fotofreunde mit dabei, um ihre Bilder an unterschiedlichen Ausstellungsorten zu zeigen.

An der 76. Deutsche Fotomeisterschaft Bundesfotoschau photokina Köln 2008, im Jubiläumsjahr „100 Jahre Deutscher Verband für Fotografie DVF“, beteiligten sich 835 Fotografen mit insgesamt 4055 Bildern an der Deutschen Fotomeisterschaft. 655 Fotos von 401 Autoren wurden von der Jury in die Ausstellung gewählt, darunter auch 4 Werke von Mitgliedern der Fotofreunde Homburg-Zweibrücken.

Nach dem Auslaufen der Foto AGs der Schule, übernehmen die Fotofreunde alleine die Gestaltung der Schulgalerie in der Paul-Weber-Schule. Die Werke der Fotofreunde sind in einer ständigen Präsentation in den Fluren der Paul-Weber-Schule in Homburg zu sehen. Die ausgestellten Bilder werden jährlich gewechselt. Technik im Detail, menschliche Gesichter, Naturstrukturen und ungewöhnliche Perspektiven stehen im Mittelpunkt der ersten Ausstellung.

Weitere interne Wettbewerbe in 2008 sind angesagt: Portrait- Makrofotografie – Bewegung – Gegensätze.

Als „Verborgenes im Licht“ und auch „Licht konserviert die Vergangenheit“ wird die  Fotoausstellung der Fotofreunde im Grubenmuseum in Bexbach betitelt. Ein Besuch im Luisenpark in Mannheim, sowie ein Abend mit Referaten von Harald Kröher waren weitere Höhepunkte des Jahres.

Bei der Saarländischen Fotomeisterschaft 2009, Landesfotoschau im St. Wendeler Stadtmuseum, konnten die Fotofreunde erfreuliche Erfolge verbuchen. In der Gesamtwertung erreichten die Fotofreunde den vierten Platz.  Eine Medaille erhielt  Raimund Thul, Urkunden gingen an Gisbert Groh, Martina Hubo und Steffen Jung.

Im April war ein Besuch im Botanischen Garten der Universität des Saarlandes von Gerhard Grimm angeregt und mehrere Fotofreunde nahmen dies gerne an.

Auch das gemütliche Beisammensein will gepflegt werden. So organisierte Reiner Fuchs, erstmalig im August 2010, beim Pfälzer Waldverein von Erbach, deren Grillhütte für jährliche zünftige Sommerfeste.

Die Saarländische Fotomeisterschaft 2011 wurde von den Fotofreunden Homburg-Zweibrücken organisiert. Erfahrungen hatte man schon diesbezüglich schon gesammelt, und zwar 1971(in Gemeinschaft mit den damals noch selbstständigen Zweibrücker Lichtbildfreunden), 1976 mit der. Landes-Dia-Schau, den Landesfotoschauen in 1996 und 2004 sowie der Bezirksfotomeisterschaft 1997. Die Räumlichkeiten des Schulungszentrums der Arbeitskammer des Saarlandes in Kirkel boten hierzu die beste Voraussetzung zur Austragung der Meisterschaft. Die Jurierung der eingereichten Fotos sowie die anschließende Ausstellung mit Vernissage und Finissage konnten am gleichen Ort stattfinden.

Im Laufe des Jahres 2011 verließen 6 Mitglieder, die sich hauptsächlich der Wettbewerbsfotografie widmeten, den Fotoclub Homburg-Zweibrücken und gründeten eine eigene Fotogemeinschaft, der sich anschließend noch zwei weitere Mitglieder anschlossen.

Zum 250. Todestag des schwedischen Baumeisters „Jonas Eric Sundahl“ – dem „Herzoglichen Baumeister und Hofkammerrat in Zweibrücken“ war eine Ausstellung im Museum Zweibrücken vorgesehen. Fotos von seinen noch existierenden Bauwerken sollten gemacht und in die Ausstellung integriert werden. Die Standorte der Bauwerke waren verteilt von Bad Bergzabern bis nach Ditschviller/Cocheren in Frankreich. Dr. Charlotte Glück-Christmann vom Museum hatte bei den Fotofreunden angefragt, ob sie diese Aufgabe übernehmen würden. 10 Fotofreunde haben sich dieser Aufgabe gestellt und insgesamt 14 Bauwerke wurden so fotografisch ins rechte Licht gerückt und im Museum in Zweibrücken ausgestellt.

Quartalswettbewerbe mit Themen wie „Fremdkörper“, „Lichtstimmung“ und „Schwarz/Weiß“ waren weitere Aufgaben der Fotofreunde im Jahr  2012. Modelfotografie am Felsenpfad und  Industriefotografie (bei der Firma Medicoplast) wurden ebenfalls ausgeführt.

Erstmalig im August 2013 beteiligten sich auch die Fotofreunde bei der Straßenveranstaltung „ARTmosphäre“, bei der unterschiedlichste Künstler sich in der Stadt Homburg frei präsentieren können.

Bilder für eine hauseigene Ausstellung der Stadtwerke Homburg zum Thema „Energie – Gas – Wasser – Strom“ waren in 2013 die Jahresaufgabe. Als Gegenleistung bekamen die Fotofreunde 40 Bilderrahmen geschenkt. Weitere Aktivitäten waren: Fototour Grube Göttelborn, Airport by night, Modelfotografie in Wörschweiler und im Wildrosengarten/Tschifflik.

Georg Detsch, Mitglied der Fotofreunde ist mehrmals zum „Carneval Venedig“ gereist, und hat viele Ausstellungen seiner Bilder „Venezianische Masken“ ausgerichtet. Seit 2011 ist er auch regelmäßiger Teilnehmer bei der Ausstellung des Uniklinikums Homburg, „Kunst in der Mensa“

2015 fand im Amtsgericht Neunkirchen eine große Ausstellung mit über 50 Werken der Fotofreunde statt.

 

Die Jahre 2016 bis heute

2016 wurde ein Vorstandswechsel vollzogen. Raimund Thul, hat nach 22 Jahren den Vorsitz im Club abgegeben. Mit der Weiterführung der Fotofreunde Homburg-Zweibrücken wurde das Clubmitglied Sandrino Luchini betraut, stellvertretender Vorsitzende wurde Gisbert Groh und .die Kassenführung übernahm weiterhin Rainer Fuchs.

Mit der Einführung des „Monatsbildes“ schufen die Fotofreunde eine neue interne Wettbewerbsaktion, die sehr gut angenommen ist. Hohe Beteiligung und Werke angehobener Qualität bezeugen die Beliebtheit dieses Wettbewerbes. Jedes Clubmitglied kann ein Bild mitbringen (freies Thema). Die Bilder werden kommentarlos gezeigt, dann ausgelegt und jedes anwesende Clubmitglied bewertet das für ihn beste Bild mit einem Chip. Anschließend werden alle Bilder nochmals gezeigt, besprochen und diskutiert. Für die Teilnahme beim Monatsbild, und mit der Anzahl der erhaltenen Chips, wird nach Gerhard Eisingers Auflistung, der Clubmeister des Jahres errechnet. Beim Jahresessen, das traditionell am 1. Clubabend des Neuen Jahres stattfindet, wird im entsprechenden Rahmen der Clubmeister, der aus den Monatswettbewerben hervorgegangen ist, geehrt.

Die Schulgalerie wurde im Februar 2017 neu bestückt. Herr Konrad, Kulturbeigeordneter der Stadt, Markus Schaller, Kreisbeigeordneter, sowie der Schulleiter, Norbert Moy, wohnten der Ausstellungseröffnung bei; sie waren von den ausgestellten Bildern sehr angetan.

Da der alte Rechner nicht mehr leistungsfähig war, und der Beamer seine Funktion einstellte, musste ein neuer Rechner und zur Präsentation ein Großbildschirm angeschafft werden.

Fotoausflüge nach Landau – Reptilium sowie Frankfurt – Architektur, wurden unternommen. Bei der im November stattgefundenen Mitgliederversammlung wurde einstimmig beschlossen den Mitgliedsbeitrag auf € 3,00 / Monat zu erhöhen. .Die Fremdjurierung ausgewählter Werke durch Klaus Peter Selzer und Carsten Schröder war sehr spannend und vor allem sehr lehrreich

Ein Antrag, beim Monatsbild mit mehr als einem Chip zu bewerten, wurde mehrheitlich abgelehnt.

Beim Workshop von Olympus, im eigenen Clubraum, wurde das neuestes Modell OMD E-MII vorgestellt und jedes Clubmitglied erhielt eine Kamera zum selbstständigen testen. Fototouren nach Greevemacher-Schmetterlingshaus und Landstuhl-Hunderennbahn wurden unternommen. Beim Grill- oder Sommerfest und auch bei der ARTmosphäre haben viele Fotofreunde mitgemacht.

Da die alte Web-Seite keine Modifizierung mehr hergab, hat sich Bettina Dittmann, Clubmitglied der Fotofreunde, bereit erklärt eine neue Homepage zu gestalten, was ihr auch sehr gut gelungen ist.

Heute findet man die Fotofreunde unter:  https://fotofreunde-hz.de                       

Höhepunkt des Jahres war die Ausschreibung eines Wettbewerbes für Schüler und Schülerinnen der Paul Weber-Schule. Die Beteiligung übertraf die Erwartungen und  54 Schüler/innen haben sich mit 104 Werken am Wettbewerb beteiligt. 73 Werke werden in der „Schulgalerie“ gezeigt. Sehr großen Zuspruch hatte die Vernissage im November 2018, bei der die Sieger geehrt und die drei besten Werke mit Geldprämien honoriert wurden.

Beim traditionellen Neujahrs-Essen, am ersten Clubabend des Neuen Jahres 2019 wurde der Clubmeister von 2018 verkündet. Sandrino Luchini, heißt der neue Clubmeister, der sich über seine Platzierung als Jahressieger freute und er wurde mit viel Beifall bedacht.

Die Fotofreunde Homburg-Zweibrücken zählen zurzeit 33 Mitglieder. Davon sind 8 Mitglieder nicht dem DVF angeschlossen.